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Wohnmobil im Crash-Test - Mehr Sicherheit für Camper München (ots) - Wohnmobile sind heute wesentlich sicherer als noch vor einigen Jahren. Zu diesem Ergebnis kam der ADAC, als er 2002 zum zweiten Mal nach 1993 ein Wohnmobil gecrasht hat. Diese positive Entwicklung zeigt, dass die Industrie auf das damalige Testergebnis reagiert und die wichtigsten Forderungen des Automobil-Clubs umgesetzt hat. Das Verletzungsrisiko der In-sassen konnte auf allen Plätzen reduziert werden. Wenn bei den Testern dennoch keine Euphorie aufkam, dann deshalb, weil in einigen Punkten noch Handlungsbedarf besteht. So halten zum Beispiel die Türen
von Schränken und Nasszelle dem Crash immer noch nicht stand. Die im
Kühlschrank und in den Schränken verstauten Gegenstände werden beim Unfall zu
gefährlichen Geschossen. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden. Türen
und Scharniere müssen so dimensioniert werden, dass der Inhalt bleibt, wo er
hin gehört. Deutlich verbessert hat sich der
Insassenschutz. Während die Passagiere im 93-er Test schwerste Verletzungen
davon getragen hätten, wurden die Dummys jetzt durch Dreipunktgurte vor
schlimmeren Blessuren bewahrt. Könnten die Test-Puppen gehen, hätten sie das
Fahrzeug möglicherweise selbst verlassen können. Es gibt jedoch auch hier
noch Schattenseiten: Im Fahrerhaus schlug der Fahrer immer noch mit dem Kopf
auf dem Lenkrad auf. Im Wohnbereich rissen die Staukästen der Quer- und
Längssitzbänke durch den Gepäckschub aus den Fugen und die Sitzflächen
brachen zum Teil ein. Bei den Insassen im Wohnbereich hätte der Aufprall
deshalb zu kritischen Verletzungen im Brust- und Bauchbereich führen können.
Hier fordert der ADAC dringend eine Verstärkung der Sitzplätze im
Wohnbereich, um zu verhindern, dass die Insassen unter dem Gurt hindurch
rutschen (Submarining). Besonders hervorzuheben ist auch
das verbesserte Aufprallverhalten des Basisfahrzeugs. Abgesehen vom
eingeknautschten Vorderwagen und der gesprungenen Windschutzscheibe, weist
das Führerhaus geringe Deformationen der Sicherheitszelle auf. Zu beanstanden
ist, dass sich das Fahrerhaus leicht in den Alkoven-Aufbau hinein drückt.
Dies erschwert zum Teil das Öffnen der Türen. Im Vergleich zum 93-Test nimmt
es den Stoß jedoch viel besser auf, sodass die Wohnzelle unbeschädigt blieb. Die Wohnmobilhersteller können
aber auch auf andere Weise für größtmögliche Sicherheit ihrer Kunden während
der Fahrt sorgen. Dies könnte zum Beispiel durch übersichtlich angebrachte
Warnhinweise erreicht werden." Quelle: Presseportal - ots Originaltext: ADAC
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